Leitlinien Seniorenpolitik

CDU möchte Älteren ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben im eigenen häuslichen Umfeld ermöglichen

Gefördert werden sollen Maßnahmen, die helfen, den Eintritt von Pflegebedürftigkeit und die Notwendigkeit stationärer Betreuung in Heimen zu verhindern oder zu verzögern.

Die CDU-Fraktion im Regionalverband Saarbrücken hat nach intensiver Beratung gestern einstimmig ein Leitlinienpapier für die zukünftige Seniorenpolitik im Regionalverband beschlossen. Anlass ist die Tatsache, dass 22 Prozent der Bevölkerung im Regionalverband Saarbrücken älter als 65 Jahre sind und die Anzahl der Menschen, die finanzielle Unterstützung in Form der sogenannten ‚Hilfe zur Pflege‘ im Rahmen der Sozialhilfe benötigen, sich seit 2010 um mehr als ein Drittel auf über 7.500 Menschen erhöht hat. „Diese Entwicklung wird sich in den nächsten Jahren weiter fortsetzen, daher ist es uns als CDU ein besonderes Anliegen, weitere/zusätzliche Maßnahmen zu fördern, die helfen, den Eintritt von Pflegebedürftigkeit und die Notwendigkeit stationärer Betreuung in Seniorenheimen zu verhindern oder zumindest zu verzögern, um den Menschen ein möglichst langes, selbstbestimmtes Leben in ihrem gewohnten häuslichen Umfeld zu ermöglichen“, betont Norbert Moy, der Vorsitzende der Fraktion.

Dabei sind für die Fraktion folgende 6 Punkte von besonderer Bedeutung:

  1. Anhand von Erhebungen soll die Anzahl der über 80-jährigen Personen in den Städten und Gemeinden festgestellt werden, um den sich abzeichnenden Unterstützungsbedarf einzuschätzen.
  2. Eine Analyse und Bewertung der bereits vorhandenen Betreuungsangebote in den Städten und Gemeinden des Regionalverbandes soll die Handlungsbedarfe identifizieren.
  3. Mehr Orte der gemeinsamen Begegnung von älteren, nicht pflegebedürftigen und pflegebedürftigen Menschen für eine gemeinsame Nutzung unter fachlicher Anleitung sollen geschaffen und gefördert werden.
  4. Die Einrichtung und der Betrieb von Tagespflegeplätzen soll stärker gefördert werden.
  5. Für die Ausweitung bzw. Vorort-Gestaltung des Betreuungsangebotes sollen verstärkt die Seniorenbeiräte und Seniorenbeauftragten mit eingebunden werden.
  6. Für ehrenamtliches Engagement bei Unterstützungsangeboten soll durch ein einfaches und transparentes Verfahren ein Anerkennungsbetrag gezahlt werden können, so dass neben fachlicher allgemeiner Betreuung ergänzend auch ehrenamtliche Unterstützung gefördert wird.